Grüß Gott
     in der Pfarrei St.-Michael Neutraubling

22.07.2020

Ein institutionelles Schutzkonzept (iSk) für unsere Pfarrei

Die schrecklichen Erkenntnisse über sexuellen Missbrauch in der Katholischen Kirche haben viel Selbstverständnis ins Wanken gebracht und Verunsicherung hervorgerufen. Noch immer ist die Kirche damit beschäftigt, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten.
Gleichzeitig geht der Blick nach vorn: Ziel muss es sein, dafür zu sorgen, dass Missbrauch in der Kirche keinen Nährboden findet, dass Kinder und Jugendliche in unseren Einrichtungen sicher und gut aufwachsen und dass sie sich darauf verlassen können, geachtet und respektiert zu werden. Daher wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Präventionsmaßnahmen (zum Beispiel das erweiterte Führungszeugnis) eingeführt.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist nun das Erstellen eines institutionellen Schutzkonzeptes (iSK). Dieses möchte den Gefahren sexualisierter Gewalt aktiv entgegen wirken und eine neue Kultur des achtsamen Miteinanders in den Pfarreien fördern.
Dieses institutionellen Schutzkonzept wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Pfarrei erstellt, die Verantwortung für die Kinder- und Jugendarbeit tragen (Kinder- und Jugendchor, Ministranten, Hausaufgabenstube, Vertreter aus Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung). Zu einem ersten Treffen kamen die Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Gruppierungen am 22. Juli im Pfarrsaal zusammen. Nachdem Diakon Manuel Hirschberger einige grundlegende Informationen zum Thema „sexualisierte Gewalt“ gegeben hatte, wurden die einzelnen Bausteine vorgestellt, aus denen das Schutzkonzept bestehen soll. Als erster wichtiger Baustein steht nun die sogenannte „Risikoanalyse“ an, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen mit Kindern und Jugendlichen vornehmen wird. Ziel ist es, mit Hilfe unterschiedlicher Methoden mögliche Risiken und „Gefahrenquellen“ zu entdecken.

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